Projekt Bund für wirtschaftliche und ökologische Gerechtigkeit
Seit Beginn der protestantischen Reformation war den Reformierten Kirchen klar, dass ihre Treue zum Evangelium Jesu Christi sie dazu führen würde, sich mit den Überlebensfragen der von Gott geschaffenen Welt zu befassen.
Wie der Psalmist schreibt: „Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen“ (Ps 24,1). Diese Aussage steht hinter unserer Antwort auf den Ruf Gottes, uns der Fragen um Solidarität, Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden anzunehmen.
Der Reformierte Weltbund hat sich der Thematik der Gerechtigkeit seit langem zugewandt. Jeder Schritt auf diesem Weg war fest im Wort Gottes verankert, im Ruf, den Gott an uns richtet, Partner seines Projektes zur Erhaltung des Lebens der gesamten Schöpfung zu sein. Wie Gott zu Noah sprach: „Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, dass hinfort keine Sintflut mehr komme, die alles Fleisch verderbe (…). Das sei das Zeichen des Bundes, das ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden (1. Mose 9, 15-17).
Bereits im Jahr 1997 verständigte sich der RWB auf einen Prozess der Aufklärung und des Bekennens unter seinen Mitgliedskirchen über wirtschaftliche Ungerechtigkeit und ökologische Zerstörung.
Sieben Jahre später erklärte die 24. Generalversammlung des RWB, dass der Einsatz für eine gerechtere Wirtschaftsform für die Integrität des christlichen Glaubens von wesentlicher Bedeutung sei. „Wir glauben, dass die Integrität unseres Glaubens auf dem Spiel steht, wenn wir uns gegenüber dem heute geltenden System der neoliberalen wirtschaftlichen Globalisierung ausschweigen oder untätig verhalten.“
Heute bemüht sich das Projekt des RWB für einen Bund für wirtschaftliche und ökologische Gerechtigkeit um den Aufbau einer Bewegung von Kirchen und Gemeinschaften, die sich aktiv für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen und so ein Hoffnungsstrahl für ein Leben in Fülle aller Menschen sind.
Zur Ausführung dieser Arbeit hat der RWB drei BeraterInnen hinzugezogen, eine in Afrika, einen in Lateinamerika und eine in Nordamerika. Sobald wir über die entsprechenden Finanzen verfügen sollen weitere BeraterInnen in Asien, dem Pazifik, im Mittleren Osten, in Europa und in der Karibik angestellt werden.
Die BeraterInnen motivieren die Kirchen, Wirtschaftsfragen auf ihre Tagesordnung aufzunehmen und Anleitungen zu Studium und Handeln auszuarbeiten, um die Bundesbewegung für Gerechtigkeit zu fördern.
Moderator: Herr Helis Hernán Barraza Díaz, Presbyterianische Kirche von Kolumbien
Vize-Moderator: Pfrin Dr. Susan Davies, Unierte Kirche Christi, USA
Exekutivsekretärin: Pfrin Patricia Sheerattan-Bisnauth, Presbyterianische Kirch in Guyana
BeraterInnen:
(Afrika) Frau Dr. Puleng LenkaBula, Evangelische Kirche von Lesotho
(Lateinamerika) Pfr. Roberto H. Jordan, Reformierte Kirchen in Argentinien
(Nordamerika) Pfrin Gretel van Wieren, Reformierte Kirche in Amerika
Administrative Assistentin: